Ratgeber · Regenschirme
Regenschirme: der passende Schirm für jeden Regentag
Ein plötzlicher Schauer, und schon zählt jedes Detail: Regenschirme unterscheiden sich in Größe, Gewicht, Mechanik und Windstabilität deutlich voneinander. Ob Du einen leichten Begleiter für die Handtasche suchst oder einen robusten Schirm für den täglichen Weg zur Arbeit – hier erfährst Du, welche Varianten es gibt, worauf Du beim Kauf achten solltest und wie Dein Schirm lange hält.
Welche Arten von Regenschirmen es gibt
Die Auswahl lässt sich auf wenige Grundformen herunterbrechen, die sich vor allem in Packmaß, Dachgröße und Einsatzzweck unterscheiden:
- Taschenschirme: zwei- bis fünffach faltbar, passen in Rucksack, Handtasche oder Jackentasche und sind der typische Vorratsschirm für unterwegs.
- Stockschirme: langer, durchgehender Schaft ohne Faltmechanik, dadurch meist stabiler und mit großzügigerem Dach.
- Golf- und XXL-Schirme: sehr großer Dachdurchmesser, sinnvoll für zwei Personen, viel Gepäck oder Hundespaziergänge.
- Sturmschirme: flexible Streben und häufig eine doppelte Bespannung, durch die Wind entweichen kann.
- Glocken- und Transparentschirme: tief heruntergezogenes Dach, das Kopf und Schultern umschließt; die durchsichtige Variante lässt Dich den Weg trotzdem sehen.
- Kinderschirme: kleineres Dach, leichte Bedienung, oft mit reflektierenden Kanten und abgerundeten Spitzen.
- Umgekehrt schließende Schirme: die nasse Seite liegt nach dem Zusammenklappen innen, praktisch beim Einsteigen ins Auto.
Worauf Du beim Kauf achten solltest
Entscheidend ist weniger das Muster als die Bauweise. Bei der Bespannung sind Polyester und feinfädiges Pongee-Gewebe verbreitet. Eine dichte Webart plus wasserabweisende Ausrüstung sorgt dafür, dass Tropfen abperlen, statt sich im Stoff festzusetzen.
Beim Gestell gilt: Streben aus Fiberglas oder Glasfaser-Verbund federn im Wind nach und knicken seltener als starre Metallstreben. Acht Streben sind der gängige Standard, mehr Streben halten das Dach straffer in Form.
Die Mechanik bestimmt den Alltagskomfort. Ein Vollautomatik-Schirm öffnet und schließt per Knopfdruck – hilfreich, wenn eine Hand Tasche oder Fahrradlenker hält. Rein manuelle Modelle haben weniger bewegliche Teile, die verschleißen können. Prüfe zusätzlich:
- den Dachdurchmesser statt nur die Schirmlänge, denn er entscheidet, wie viel trocken bleibt
- das Gewicht: ultraleichte Taschenschirme sind bequem, reagieren aber empfindlicher auf Wind
- die Griffform – Rundhaken, Geradgriff oder Softgriff, je nach Handgröße und Tragegewohnheit
- Schieber und Verbindungsstücke: Metall wirkt langlebiger als dünner Kunststoff
- eine mitgelieferte Hülle, gern mit Kordelzug oder Reißverschluss
So nutzt Du Deinen Schirm sicher
Bei Wind hältst Du den Schirm schräg gegen die Böe, nicht flach über den Kopf – so drückt der Wind das Dach nach unten statt nach außen. Klappt der Schirm doch um, öffne ihn ruhig gegen die Windrichtung und zieh die Streben vorsichtig zurück, statt am Stoff zu reißen.
In engen Fußgängerzonen ist ein kompaktes Dach oft angenehmer als ein XXL-Modell. Bei Gewitter mit Blitzen suchst Du besser einen geschützten Ort auf, anstatt Dich im Freien auf einen Schirm mit Metallspitze zu verlassen.
Pflege, Trocknen und Aufbewahrung
Die meisten Schirme gehen nicht durch Regen kaputt, sondern durch falsche Lagerung. Lass den Schirm nach dem Einsatz halb geöffnet an einem luftigen Ort trocknen und stecke ihn erst dann in die Hülle – dauerhafte Feuchtigkeit fördert Stockflecken und Rost an den Gelenken.
Staub, Sand und Streusalz spülst Du mit klarem Wasser ab und tupfst den Stoff trocken. Quietschende oder schwergängige Gelenke lassen sich mit einem Tropfen harzfreiem Öl oder Silikonspray gängig machen. Lagere den Schirm nicht dauerhaft gequetscht im Autofußraum, sondern hängend oder aufrecht.
Wenn Du Deine Auswahl eingegrenzt hast, findest Du unter diesem Text passende Angebote aus Partner-Shops – vom kleinen Taschenschirm bis zum großen Stockschirm.
Häufige Fragen
Wie groß sollte ein Regenschirm sein?
Als Orientierung: Ein Dachdurchmesser um einen Meter schützt eine Person mit Rucksack meist gut, größere Dächer eignen sich für zwei Personen. Je größer das Dach, desto mehr Gewicht und Packmaß nimmst Du in Kauf.
Woran erkenne ich einen windstabilen Regenschirm?
Achte auf flexible Fiberglasstreben, eine hohe Strebenzahl und eine doppelte Bespannung mit Luftschlitzen. Auch ein stabiler Schaft und massive Verbindungsstücke deuten auf eine robuste Konstruktion hin.
Kann ich einen Regenschirm waschen?
In die Waschmaschine gehört er nicht. Wische die Bespannung mit lauwarmem Wasser und milder Seife ab, spüle nach und lass den Schirm geöffnet trocknen, damit Streben und Gelenke nicht feucht bleiben.